Arisaema griffithii - Kobralilie
Arisaema griffithii - Kobralilie
Arisaema griffithii gehört zu den auffälligsten Arten der Gattung und gleichzeitig zu den anspruchsvolleren. Die wuchtige, bodennahe Blüte wirkt fast grotesk: ein tief purpurn bis olivgrün gestreifter Spatha-Trichter, aus dem ein ungewöhnlich langer, dunkel gefärbter Spadix hervorragt. Die Pflanze sieht spektakulär aus, aber sie zeigt sehr klar, ob der Standort passt oder nicht.
In der Natur wächst sie in kühlen, humusreichen Bergwäldern des östlichen Himalaya auf rund 2.500 m Höhe. Genau das erklärt ihre Erwartungen im Garten: Sie braucht einen geschützten, halbschattigen Platz mit dauernd leicht feuchtem, aber absolut durchlässigem Boden. Staunässe bedeutet hier Totalausfall, denn die Knollen verfaulen schnell, wenn Wasser länger steht. Gleichzeitig verträgt die Art Trockenstress nur schlecht. Wer diese Art kultiviert, muss die Feuchteführung im Blick behalten.
Die Pflanze bildet ein bis zwei große, dreiteilige Blätter welche optisch sehr tropisch wirken. Die Blüte erscheint im April–Mai, meist knapp über dem Boden und oft etwas zwischen den Blattstielen verborgen.
Winterhärte ist grundsätzlich gegeben, aber nicht überall verlässlich: Kalte Nässe ist viel gefährlicher als Frost. Ein durchlässiger, humos-sandiger Boden oder eine leichte Erhöhung („Hügelpflanzung“) verbessern die Chancen deutlich. Winternässe bleibt der kritischste Punkt.
Wer der Art ein geeignetes Mikroklima bietet, kann sich viele Jahre an stabilen Knollen und gelegentlichen Tochterknollen freuen. Fremdbestäubung und Samenansatz sind möglich, aber nicht garantiert. Die Entwicklung reifer Samen ist witterungsabhängig und eher selten.
Blütenfarbe: purpur-olivgrün
Blütezeit: April - Mai
Höhe: 50-60cm
Lichtverhältnisse: halbschattig-schattig
Bodenverhältnisse: frisch-feucht, durchlässig
Familie: Araceae
Sonstiges: -
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