Arisaema sikokianum - Kobralilie
Arisaema sikokianum - Kobralilie
Arisaema sikokianum gehört zu den Pflanzen, die jeden Sammler kurz innehalten lassen. Die Blüte wirkt fast surreal: eine tief violettbraune Spatha, innen reinweiß, darüber eine markante Haube mit klaren Streifen in Grün, Purpur und Weiß. Der schneeweiße, fast kugelige Spadix sitzt wie ein Fremdkörper in dieser dunklen Kulisse. Wer etwas Ungewöhnliches sucht, landet unweigerlich bei dieser Art.
In der Natur wächst A. sikokianum auf der japanischen Insel Shikoku, in kühlen, humusreichen Bergwäldern, oft in dauerhaft feuchten Böden. Genau das zeigt, wie heikel sie sein kann: Sie verlangt humosen, luftigen Laubwaldboden, gleichmäßige Feuchte, aber perfekte Drainage. Schwere Böden quittiert sie mit Fäulnis, Trockenstress genauso ungnädig. Und sie muss tief gesetzt werden. Wer zu flach pflanzt, riskiert Ausfälle im ersten Winter.
Die Blüte erscheint im April–Juni, je nach Witterung. Danach zieht die Pflanze vergleichsweise schnell ein, vor allem, wenn der Standort trocken oder warm wird. Eine stabile Knolle kommt zuverlässig wieder, sofern sie nicht vernässt oder ausgetrocknet.
Die Winterhärte ist gegeben, aber nur in Böden, die im Winter nicht nass stehen. Eine Pflanzung in leicht erhöhtem Gelände, z.B. ein humoser Hügel mit lockerem Untergrund und viel organischem Material, verhindert Ausfälle. Ihre Langlebigkeit hängt zu 90 % vom Boden ab, nicht vom Klima.
Im Schattenbeet wirkt sie fast wie eine Skulptur. Kombinieren lässt sie sich gut mit feinlaubigen Waldstauden wie Disporum, Anemonopsis, Polygonatum, aber auch mit robusten Farnen.
Eine außergewöhnliche Art: optisch spektakulär, gärtnerisch anspruchsvoll. Wer ihr die passenden Bedingungen schafft, wird lange Freude daran haben.
Blütenfarbe: dunkelviolettbraun, innen reinweiss
Blütezeit: April - Juni
Höhe: 50-60cm
Lichtverhältnisse: halbschattig-schattig
Bodenverhältnisse: frisch-feucht, durchlässig
Familie: Araceae
Sonstiges: -
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