Daphne mezereum subsp. alpina - Echter Seidelbast
Daphne mezereum subsp. alpina - Echter Seidelbast
Die Unterart von Daphne mezereum besiedelt montane bis subalpine Lagen kalkreicher Gebirge und zeigt die typischen Merkmale des Echten Seidelbastes, jedoch in kleinerer, gedrungener Form. Der Wuchs bleibt niedriger, oft etwas dichter, und die Blüte setzt deutlich später ein als bei der Stammform. Charakteristisch sind die rosapinken, stark duftenden Einzelblüten, welche vor dem Laubaustrieb erscheinen.
Die Triebe stehen aufrecht bis leicht aufsteigend, bleiben dünn und wenig verzweigt. Das Laub ist lanzettlich, mittelgrün, sommergrün bis halbimmergrün und verfärbt sich im Herbst gelb. Die Blätter konzentrieren sich an den Triebspitzen. Wie alle Daphne mezereum-Formen ist auch die Unterart in sämtlichen Pflanzenteilen hochgiftig.
Verwendungstechnisch ist die Unterart an kalkreiche, steinige und gut drainierte Substrate gebunden und bevorzugt vollsonnige bis lichte halbschattige Standorte. Sie tritt in der Natur in lichten Bergwäldern, Felsfluren, Karstschutthalden und steinigen Alpinhängen auf. Die Pflanze reagiert empfindlich auf Staunässe und hohe Stickstoffgehalte, verträgt aber kühle, luftige Standorte gut. Eine natürliche Selbstaussaat kommt vor, bleibt aber gering.
In Kultur eignet sich Daphne mezereum subsp. alpinum für alpine Steingärten, felsige Magerbereiche und kalkbetonte Alpinumbeete. Sie ist konkurrenzschwach und benötigt offene, magere Bereiche mit gleichmässiger Bodenfeuchte ohne sommerliche Austrocknung des Wurzelraumes. Umpflanzen wird schlecht vertragen.
Blütenfarbe: rosa
Blütezeit: März - April
Höhe: 40-80cm
Lichtverhältnisse: halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch, durchlässig
Familie: Thymelaeaceae
Sonstiges: Insektenweide, duftend
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