Eryngium bourgatii - Spanischer Mannstreu
Eryngium bourgatii - Spanischer Mannstreu
Eryngium bourgatii gehört zu den charaktervollsten Mannstreu-Arten und zeigt bereits im Austrieb, warum sie in vielen trockenen Anlagen unverzichtbar geworden ist. Die silbrig geaderten, steifen Blätter sitzen in einem kompakten Horst und wirken fast wie metallisch graviert. Im Hochsommer erscheinen die stahlblauen, kugeligen Blütenstände, umgeben von einem Kranz spitz zulaufender Hüllblätter, die je nach Witterung und Standort sogar einen violett-blauen Schimmer bis in die Stängel hinein tragen. Die Art bleibt mit 30–40 cm recht niedrig und wirkt dadurch erstaunlich elegant, weit feiner als viele ihrer hochwüchsigen Verwandten, aber dennoch robust und langlebig.
Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht von den Pyrenäen über Nordspanien bis nach Marokko, wo sie auf Kalkschotter, in trockenen Rasengesellschaften und offenen Gebirgsfluren wächst. Diese Herkunft erklärt, weshalb sie im Garten nur dann wirklich überzeugt, wenn sie warm, sonnig und absolut durchlässig steht. Staunässe, besonders im Winter, verträgt sie schlechter als viele andere Eryngium-Arten, doch auf mineralischen Substraten mit etwas Humuspolster bleibt sie standfest, vital und über viele Jahre zuverlässig. Die verdickte Pfahlwurzel sorgt dafür, dass Trockenperioden erstaunlich gut überstanden werden, im Schatten dagegen verkümmert sie rasch und blüht nur noch zögerlich.
Im Garten entfaltet Eryngium bourgatii ihre Wirkung besonders in steppenartigen Pflanzungen, Kiesbeeten und Steinanlagen, wo die silbrig-blauen Strukturen klare Akzente setzen. Sehr schön harmoniert sie mit niedrigen Festuca-Arten, Stipa oder trockenheitsverträglichen Stauden wie Salvia officinalis, Verbascum, Centaurea montana oder Onosma. Auch entlang von Natursteinwegen oder in alpinen Arrangements wirkt die Art ausgesprochen stimmig. Ihre eher geringe Höhe macht sie zudem zu einer idealen Partnerin für Pflanzen, die im Vordergrund einer Felssteppe feine Strukturen benötigen, ohne den Blick zu nehmen.
Diese Art ist im Garten ausgesprochen langlebig, eine Seltenheit innerhalb der Mannstreu-Gruppe, wächst jedoch langsam und benötigt einige Jahre, bis sie ihr volles Potenzial zeigt. Umpflanzen sollte man vermeiden, da die Pfahlwurzel empfindlich reagiert. Auf mageren, warmen Standorten bleibt die Pflanze kompakt und zeigt eine besonders klare, stahlblaue Färbung, auf fruchtbareren Böden können die Blütenstände höher ausfallen, ohne an Ausdruckskraft zu verlieren.
Eryngium bourgatii ist damit eine hervorragende Wahl für alle, die Struktur, Trockenheitsresistenz und ein hohes Maß an botanischer Eleganz kombinieren möchten.
Blütenfarbe: blau
Blütezeit: Juli - August
Höhe: 30-40cm
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken, durchlässig
Familie: Apiaceae
Sonstiges: Insektenweide, Schnittblume
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