'Fiona Coghill' ist eine Margerite, welche sofort durch ihre voll gefüllten, fransig aufgebauten Blüten auffällt. Sie erinnern eher an Pompons, als an klassische Margeriten. Reinweiß, dicht geschichtet, mit einem nur noch angedeuteten gelblich-grünen Zentrum wirken die Blüten ruhig und sehr edel.
Die Pflanzen wachsen horstbildend, aufrecht und standfest und erreichen Höhen von etwa 60 bis 90 cm. Die Blüte setzt im Juni ein und reicht, bei konsequentem Ausschneiden, bis weit in den August hinein. Als Schnittstaude ist ‘Fiona Coghill’ hervorragend geeignet. Die Blüten halten lange, wirken im Strauß klar und ruhig und lassen sich gut mit Gräsern oder feinerem Beiwerk kombinieren.
Standortlich zeigt sie sich typisch Sommer-Margerite: volle Sonne, durchlässiger Boden, eher trocken bis mäßig frisch. Staunässe im Winter mag auch sie nicht. Auf zu nährstoffreichen Böden leidet die Standfestigkeit, auf leicht mageren Standorten bleibt der Habitus kompakter und langlebiger.
‘Fiona Coghill’ wurde in den 1960er-Jahren in Schottland eingeführt, genauer in Kilmacolm, Ayrshire. Selektiert wurde sie von Jimmy Whittock, der die Sorte nach seiner Tochter benannte. Trotz, oder gerade wegen, ihrer besonderen Blütenform verschwand sie zeitweise aus dem Sortiment vieler Gärtnereien und galt fast schon als verloren. Erst später wurde sie wiederentdeckt und erneut in Kultur genommen, vor allem von Staudenliebhabern, die das Eigenständige zu schätzen wissen.
Gestalterisch passt ‘Fiona Coghill’ hervorragend in klassische Staudenrabatten, Bauerngärten oder in ruhige Pflanzungen. Sie ist eine Sorte mit Geschichte und einer klaren, fast schon "altmodischen" Eleganz.