Der Raibler oder Kärntner Haarstrang ist eine feingliedrige, ausgesprochen elegante Wildstaude der alpinen Trockenstandorte. Sie stammt aus den südlichen Alpen und wächst dort an sonnigen, felsigen Hängen und in Kalkschuttlagen.
Die Pflanze bildet locker buschige Horste mit filigran gefiedertem, frischgrünem Laub, das bereits vor der Blüte eine ruhige, strukturierende Wirkung entfaltet. Von Juli bis September erscheinen darüber große, schneeweiße bis leicht gelblich getönte Blütendolden, die luftig über dem Laub schweben. Für Insekten sind sie eine wertvolle Nahrungsquelle.
Mit einer Höhe von etwa 50 bis 110 cm eignet sich Peucedanum rablense hervorragend für felsige Steppenpflanzungen, trockene Freiflächen mit Wildstaudencharakter oder kiesige, sonnige Gartenbereiche. Wichtig ist ein vollsonniger Standort mit gut durchlässigem, eher trockenem bis mäßig frischem Boden. Staunässe wird nicht toleriert und zu nährstoffarme Extreme liegen ihr ebenfalls weniger als ein mäßig versorgter, mineralischer Boden.
Peucedanum rablense ist keine laute Staude. Aber eine, die Kenner sofort erkennen und schätzen. Eine echte Spezialität für sonnige, trockene Gärten mit Anspruch.